Voller Erwartung starteten 10 Teilnehmer und zwei Guides morgens um 7 Uhr bei der Autobahnauffahrt LA West in Richtung Süden. Nachdem der Berufsverkehr überstanden war ging es entspannt zum Reschenpass. Dort sollte eigentlich die erste Tour gemeinsam starten.
Die Aussicht auf Schnee, dicke Wolken und kaltem Wind überzeugte alle Beteiligten auf Anhieb, doch unsere Touren im wärmeren Vinschgau zu beginnen. Eine kluge Entscheidung.
Bei der Unterkunft in Morter angekommen machten wir uns, nach einem gründlichen Bike-Check,  gemeinsam auf den Weg  zu unserem ersten  Trailerlebnis.
Nach ca. 700hm Anstieg auf einer Teerstraße waren wir – einige früher, andere später- am Einstieg zum Propain-Trail. Nach dem Anlegen der Protektoren gings in zwei Gruppen bergab.
Der Trail bot Spitzkehren, viele enge Kurven und war teilweise flowig. Bei einer Schwierigkeit  von S1/S2 waren loser Schotter und einige leicht verblockte  Abschnitte mit dabei. Damit niemand verloren geht, fand sich immer jemand, um als Schlusslicht zu agieren. Anschließend trafen wir uns dann in einem Eiscafé wo die schnellere Gruppe bereits gut versorgt war. Bei einem 5 Gänge-Menü ließen wir den Abend,  kulinarisch bestens versorgt, ausklingen. 
Am Freitag teilten wir uns in zwei Gruppen auf;
 Goldrainer Schlössertour  (Annenberg, Schloss Goldrain und zwei Ruinen) mit Roland, ca. 900 hm, zwei Anstiegen, abwechslungsreiches Gelände, einigen Gegenanstiegen und zwei Trails ( u.a. Etappen vom Tschilli-Trail)zum Abfahren. Ein landschaftlicher und  fahrtechnischer  Genuss .

Die „starke“ Gruppe hatte mit Max ihren Spaß bei der Nördersberger Marmor-Tour  mit  ca. 1500 hm.

Beim Anstieg wurde die Gruppe vom Regen überrascht; oben am Berg wartete bereits der Schnee! Nachdem die Göflaner Alm erst im Juni öffnet, ging es gleich weiter bis zum Haslhof. Bergab hatte der Trail auch einige schwierige Abschnitte anzubieten.

Der gemeinsame Abend gestaltete sich wieder sehr unterhaltsam, bei dem sich alle aktiv beteiligten und die Lachmuskeln ziemlich strapaziert wurden. Auch entstand der Plan, dass sich die „leichtere“ Gruppe  morgen nach der Tour mit Prosecco „belohnt“, was aber niemand so richtig ernst nahm.

Am nächsten Tag vermischten sich die Gruppen, einige wollten mehr Action, die anderen einen ruhigeren Tag; aber wieder teilten wir uns gerecht auf (6/6).
Die“Proseccogruppe“ unter der Führung von Max  holte sich Unterstützung mit Zug und Bergbahn; kurbelte  ca. 500 hm, um sich dann nach einem kurzen Hüttenaufenthalt im „Seespitz“ in den Virgiljoch – Steinbruchtrail zu stürzen. Dieser erwies sich als wunderschöner, flowiger aber auch technisch anspruchsvoller Naturtrail, der einige Überraschungen parat hatte. Viele Wurzeln, Schotter, steilere Abschnitte und massenhaft Kiefernzapfen waren zu überwinden. Um dem Gruppennamen gerecht zu werden, wurde kurzerhand nach der Tour Prosecco vom nächsten Supermarkt geholt und auf dieses herrliche Erlebnis angestoßen.

Roland hatte mit den hochmotivierten Radlern die Bike-Highline auserwählt, mit 2100 hm und 70 km eine konditionell sehr anspruchsvolle Tour mit steilen Anstiegen und einigem fahrtechnischen Anspruch. Mittagspause war auf der Naturnser Alm .Die Abfahrt führte ebenfalls über den Steinbruchtrail- allerdings zeitlich etwas später und anschließend ohne Transfer (heftiger Gegenwind am Etsch-Radweg) und ohne Prosecco!!! Jeder so wie ers mag!
Gerade noch rechtzeitig waren alle zum Abendmenü zurück. Schnell noch unter die Dusche und endlich essen. Abends war alle Müdigkeit vergessen, es wurde wieder sehr unterhaltsam und der nächste Tag besprochen.

 

Da unter anderem auch einige Räder etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden, teilte sich die Gruppe wieder in Bergbahnfahrer und  9 willige Bergaufradler auf¸ die mit Max ein letztes Mal  ca 1100 hm rauf starten, um wieder einen Trail zu erobern.  Oben  bei der Bergstation wollten wir uns wieder treffen. Der Sunny Benny Trail setzt sich aus mehreren Trails zusammen (Tschilli-Trail, Annenberg-Trail, Sonnenbertrail,….); was die Sache nicht immer ganz einfach und selbstverständlich macht.

Aber wer sein Rad liebt, der schiebt auch gern mal ein kleines Stück!!!
Leider nahm uns die Bahn dann zu dieser Uhrzeit mit den Rädern nicht mehr mit und so organisierten wir kurzentschlossen einen Shuttle. Als nach fast einer Stunde unser Taxi erscheint , stellt sich das Rad unseres Guides als nicht mehr trailtüchtig heraus. C´est la vie! So verbrachte die zweite, kleine Gruppe die Zeit  mit  Eiscafé und „Bierkeller“ ( übrigens sehr zu empfehlen)  und einer kleinen Wanderung, um auch auf ihre Kosten zu kommen.
Gegen 16/17 Uhr, nachdem alles wieder gut verstaut war,  machten sich dann alle, mehr oder weniger erschöpft und zufrieden  auf die Heimreise.

Vielen Dank an alle geselligen, hilfsbereiten  und rücksichtsvollen MTB´ler, die Pensionswirtsleute  und  besonders an unsere zwei Guides, Max und Roland, die uns dieses herrliche Erlebnis ermöglicht und vier wundervolle Tage bereitet haben.

Teilnehmer:  Stefan, Peter, Uli, Christoph, Christian, Daniel, Jürgen, Hans, Monika und Tina

Guides: Max und Roland

Bericht: Tina
Datum: 18.-21.5.2017