Tag 1 Skiarena Bergeralm:

Von der Piste zur Tour, das war unsere (Sabine, Rolf, Armin, Georg, Christian, Erich und ich) Zielvorgabe. Meine Trainingsstunden im Bay. Wald, sollten nun für mich die Grundlage bilden, auch in den Alpen zu bestehen. Start war am Freitag den 13.01., was nur insoweit schrecklich war, dass wir schon um 05:30 Uhr in LA starteten. Die Fahrzeuge waren schnell bepackt und die Stimmung gut. Laut meteoblue, wartete zwar ein windiger Freitag auf uns, aber ab Mittag sollte die Sonne mehr und mehr durch die Wolken kommen. Ein kurzer Stopp um die Biggerl zu kaufen und schnell ein bisschen was zu essen und dann gleich weiter, so war`s geplant. Aber Christian fand seinen Rucksack nicht mehr. „ Denn hob i im Auto vergessen“. Was nun? Kurz überlegte Christian was er alles da drin hatte. Nix wichtiges, nur Geld, Handy, Mütze… die wichtigen Sachen wie Ski, Felle, usw. waren an Bord. Also Geld hatten wir anderen, ein Handy auch und da fast jeder doppelt ausgerüstet war, sollte das mit der Mütze und den anderen Kleinigkeiten auch kein Problem sein. Also weiter ins Obernbergtal. In Steinach am Brenner angekommen war das Wetter immer noch grau, windig und kalt. Erich hatte einen Pistentag geplant, um zu sehen wie weit es mit unserem Skifahrerischem Können her ist. Doch auf der Piste hatte keiner von uns Schwierigkeiten. Die ersten Abfahrten wurden mit einigen Übungen verbunden, so dass wir das schlechte Wetter, außer am Gipfel, immer wieder schnell vergessen hatten

Die Mittagspause verbrachten wir in einer kleinen Hütte. Platz hatten wir genug, da bei diesem Schei..-Wetter ja eh keiner auf den Berg wollte. Meteoblue hatte nicht recht. Auch nach der Pause war keine Besserung eingetreten, dafür hatte sich aber Erich ein bisschen Abwechslung ausgedacht. Die Abfahrt hieß „Martin Pranger“ und soll mit ihren 42° Grad eine der steilsten in ganz Austria sein. Natürlich war die Piste nicht präpariert, was die Sache auch nicht leichter machte. Mehr oder weniger gut kamen wir unten an und Erich hatte sich mit dieser Aktion bei Sabine nicht gerade beliebt gemacht. Aber nun konnte jeder von uns sich unter 40° Grad was vorstellen. Dies war für die kommenden Lawinenschulungen wichtig.

Um kurz vor drei meldete sich Erichs Magen, Kaffee war angesagt, dies sollte sich auch die nächsten Tage nicht ändern. Ist wohl schon eine Gewohnheit.

Dann aber ab ins Hotel, doch Rolf wollte wohl schon wieder Heim, denn er steuerte seinen VW Bus in die andere Richtung, also ihm nach, einholen und die Reise in Richtung Brenner fortsetzen. Am Hotel angekommen, belegten wir schnell unsere Zimmer und ab in die schon vorgeheitzte Sauna. Um 18:00 Uhr war das Abendessen bestellt, was (auch an den anderen Tagen) erste Klasse war. Danach noch Theorie bis 21:45 Uhr. Das war hart, da der Tag schon lang war und alle eigentlich Todmüde. Noch ein Schlummertrunk in der Kneipe und dann ab in die Falle, denn am nächsten Tag war um 8:30 Uhr Abmarsch.

Tag 2 Koffleralm:

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg in den Skikeller. Dort zeigte Erich uns alles was man so wissen musste über Tourenski und deren Bindung, Felle, Harscheisen usw. Danach wurde noch der große LVS check durchgeführt und dann ging`s endlich Los. Rolf hatte sich am Freitag am Arm verletzt und war deshalb ein wenig gehandicapt. Die Sonne kam langsam über den Bergrücken, trotzdem war es sehr kalt, da der Wind immer noch heftig blies. Nachdem wir unser Trainingsgebiet erreichten begann Erich uns einiges über die verschiedenen Möglichkeiten der Gehtechniken im Aufstieg zu erklären. Auch das Abfahren mit Fellen wurde geübt. Nach der Mittagspause beschäftigten wir uns intensiv mit den Lawinenverschüttetensuchgeräte. Es machte Spaß mit den Dingern. Christian und Erich versteckten die Geräte und wir versuchten die Theorie des vor abends in die Praxis umzusetzen. Es war interessant zu sehen wie anstrengend alleine das rumlaufen im losem Schnee ist. Dann auch noch graben und alles unter Zeitdruck. Eine Lehrreiche Erfahrung!

Zum Abschluss des Tages wurden dann noch einige Gegenstände vergraben und wir mussten diese sondieren und erkennen um was es sich dabei handeln könnte. Dann aber endlich die erste Abfahrt. Schnell waren wir wieder am Hotel, klar war ja schon wieder drei, Erichs Kaffee wartete schon….

Sauna, Abendessen und noch ein wenig Erste Hilfe und Tourenplanung und dann ab ist Bett.

Tag 3 Leitnerberg 2309m:

Die erste richtige Tour stand auf der Liste, doch schon beim Frühstück bekam die Freude einen Knacks, da Sabine sich nicht wohl fühlte und im Bett bleiben musste. Also machte sich eine reine Männergruppe auf den Weg. Das Wetter war gut, aber kalt, na ja war ja auch Winter. Direkt vorm Haus begann die Tour. Langsam zog sich unsere Spur durch die verschneite Wiese Richtung Lärchenwald. Erste Probleme gab es als Rolf sein Fell verlor, doch schnell war das Problem durch Erich behoben und weiter ging`s durch den Wald an unzähligen Hütten vorbei in die Sonne. Wer sich hier von seiner Jacke trenne suchte diese aber bald wieder, denn als der Wald hinter uns lag packte uns der kalte Wind. Nach einer kurzen Trinkpause kamen wir im freien Gelände nicht gut voran, da die Ski im feinen Schnee leicht weck rutschten. Eine gute Stelle die Harscheisen zu montieren und das Gefühl kennen zulernen, wie es den so ist mit den Dingern zugehen. Wir kamen dem Gipfel immer näher und mussten nun schon fast den Schnee suchen, da hier oben das Weiße ziemlich weck geblasen war. Man merkte auch, das Sonntag ist, den mit uns erreichten noch einige andere den Gipfel. Die Aussicht auf Tribulaun, Olperer, Habicht und Co. war perfekt. 3 Stunden hatten wir für die ca. 950 hm benötigt, wobei unsere Geschwindigkeit sehr human war. Was sich für so Anfänger auch gehört. Nach einer kleinen Pause machten wir die Felle ab und bereiteten die Abfahrt vor. Rolf benötigte für solche Sachen immer ein bisschen länger. ;-)

Bei der Abfahrt zeigte sich dann doch, dass ich noch einige Stunden abseits der Piste verbringen muss, um an die anderen aufschließen zu können. Aber wie hatte Erich so schön gesagt, „ wir wollen keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern heil runter kommen.“ Also fahre ich ein bisschen langsamer und wir waren trotzdem vor 3 Uhr da. Was, wie wir nun schon wissen, wichtig ist. Leider hatte sich Sabine Zustand nicht verbessert, so dass Sie auch am Abendessen nicht teilnehmen konnte.

Tag 4 Hoher Lorenzen 2316m:

Dann aber ging`s los. Vom Parkplatz aus auf der Rodelbahn durch den Wald. Schon bald war eine Wiese erreicht über diese wir zum Obernbergsee aufstiegen. Eine kleine Runde um den See und dann weiter südwärts in den Talkessel. Wir folgten den Wegweisern Richtung Sandjöchl. Kurz vor den zwei kleinen Hütten zogen wir dann unsere Spur Richtung Gipfel.

Auch dieses Mal war der Gipfel in ca. 3h erreicht und die gut 900 hm überwunden. Am Gipfel war der unsympathisch scharf und dem entsprechend kalt, aber diesmal mussten wir auf Christian warten, der sich am Vortag leicht am Oberschenkel verletzt hatte und diese Verletzung wurde bei dieser Tour schlimmer, so dass der den Gipfel mit Schmerzen erreichte.

Also hieß die Devise, langsam abfahren, was mir gerade recht kam. Nach einem Päuschen auf halben Weg fuhren wir ab zum Parkplatz. Der Kaffee wartete schon im Hotel www.almis-bergsorthotel.at auf uns. Anschließend wurde das Gepäck eingeladen und wir machten uns auf den Heimweg.  Erich und Christian haben uns in diesen 4 Tagen alles mitgegeben um erfolgreich und vor allem sicher die ersten Touren selbst zu starten. Danke dafür.

Es hat sehr großen Spaß gemacht und das Rundherum war super.