Teilnehmer: Bernhard, Christoph, Florian, Moritz, Peter, Sebastian und Thomas

Leitung: Erich Ecker

Datum: 22. bis 25.06.2018

 

Endlich war der Freitag, 22.06.2018, da: „Eiskurs – Grundkurs“. Von der Kletterhalle aus machten wir uns zu siebt bei bestem Reisewetter auf den Weg ins Valsertal, zu „unserer“ Geraer Hütte. Auf der Fahrt dorthin nahmen wir noch Peter auf, der die Truppe vervollständigte.

Nach reibungsloser Anfahrt parkten wir auf dem Parkplatz Touristenrast. Einer kurzen Ausrüstungsüberprüfung folgte die erste Etappe. Ziel: Talstation Materialseilbahn. Beim Schleppen des bepackten Rucksacks fragte man sich: „Was hätte ich daheimlassen können?“.

Die Materialseilbahn nahm dann unser Gepäck mit der Ausrüstung für die kommenden Tage ab. Welch Luxus! Jetzt konnte man sich die Frage stellen: „Habe ich alles dabei?“.

Schließlich kamen wir auf der schönen Geraer Hütte an, die das erste Wochenende nach der Winterpause geöffnet war. Nach einer Stärkung und dem Beziehen des „Damenlagers“ starteten wir zur ersten Übungseinheit 100m oberhalb der Hütte.

Hier standen Ausrüstung, Seilaufteilen, Knotenbinden – die Basics auf dem Programm. Ziemlich ausgekühlt durch den Wind kamen wir in die Hütte zurück. Wir wärmten uns etwas auf und kleideten uns für die zweite Einheit „Spaltenbergung“, die direkt vor dem Haus durchgeführt wurde.

Der zweite Tag startete mit einem gemütlichen Frühstück. Bei tollem Wetter machten wir uns auf den Weg Richtung Wildlahnerferner. Auf einem Firnfeld zeigte uns Erich wie man sich nach einem Sturz verhält und richtig bremst. Dies wurde ausgiebig geübt, bis der Bremsweg immer kürzer und die B-Note besser wurde. Anschließend baute jeder einen T-Anker, die alle einer Lastprüfung durch die Gruppe unterzogen wurden. Ergebnis: alle „toten Männer“ hielten her – so soll es sein.

Dann packten wir unsere Sachen zusammen und übten am Olpererferner in der Seilschaft die Gehtechniken mit Steigeisen. Zurück in der Hütte - nach einer Nachmittagsstärkung - übten wir erneut Spaltenbergung. Wir wurden schon sicherer und organisierter im Umgang mit den Gerätschaften.

Nach dem Abendessen stand Sport auf dem Programm. Es wurde ein Fernseher aufgebaut, damit das WM-Spiel „Deutschland – Schweden“ angeschaut werden konnte. Dies endete - anders als die ganze WM - mit einem Happy-End.

Auch am dritten Tag machten wir uns gut versorgt bei tollem Wetter auf den Weg. An einem steileren Hang wurde wieder ein T-Anker gebaut und dann das Auf- und Absteigen am Fixseil durch Prusiken und mit technischen Geräten ausprobiert. Anschließend machten wir uns in zwei Seilschaften Richtung Olperer Ferner auf, um einen Fixpunkt im Eis mittels Eisschrauben zu bauen. Gleichzeitig konnte man wieder die Gehtechnik mit dem Steigeisen üben. Nachmittags waren wir eher zurück,
um das Prusiken in der Senkrechten am Hausgiebel des Hütten-Winterlagers auszuprobieren.

Unseren Nachmittagskaffee verdienten wir uns durch einen Arbeitseinsatz in Hüttennähe. Wir halfen Hüttenwirt Arthur beim Aufsetzen der Brücke über den Innerbach hinter der Hütte. Diese war über den Winter sicherheitshalber abgebaut.

Nach dem Abendessen planten wir den nächsten, unseren letzten Tag. Leider war die Wettervorschau nicht mehr so gut, wie die vergangenen Tage. Ab Mitternacht bis Montagmittag war Niederschlag angesagt.

Dies bestätigte sich leider. Am nächsten Morgen war Alles mit einer weißen Schicht überzogen. Das Wetter und die schlechte Sicht konnte die meisten aber nicht abhalten sich auf Tour zu machen. Ziel war die Wildlahnerscharte 3230m. Schließlich standen wir zum Abschluss glücklich, aber leider ohne Fernsicht auf der Scharte.

Auf den Weg zurück zur Hütte machte der Himmel mit der Zeit auf. Nach einer kleinen Einkehr packten wir unser Gepäck zusammen, das durch einen weiteren Hütten-Arbeitsauftrag mit der Seilbahn nach unten transportiert wurde. Die Gondel wurde in der Talstation wieder mit Arbeitsmaterial für Arthur beladen und wir machten uns auf den Weg zum Parkplatz, wo wir uns nach einem tollen Kurs voneinander verabschiedeten.

Da die Kraft der Sonne beim Abstieg etwas unterschätzt wurde, machten wir uns mit einem leichten Sonnenbrand und ein paar offenen Fragen auf den Weg nach Hause.

  • Wie schaut es auf der anderen Seite der Wildlahnerscharte aus?
  • Sollen die neuen Wunschausrüstungsgegenstände auf die Einkaufs- oder Wunschliste?
  • Wie schaut der Olperer von der Nähe aus?

Lehrreich und schön war´s. Deshalb „danke“ an

  • das Team der Geraer Hütte
  • den „Wettergott“, der einigermaßen gnädig war
  • Erich, für den tollen Kurs
  • an die Bergkameraden (incl. Erich). Hat echt super gepasst!

 

 

Bericht: Bernhard