...  am 2. und 3. Februar angesetzt. Wegen des angekündigten starken Schneefalls mit Lawinenstufe 4 und der Gefahr der Sperrung der Felbertauernstraße musste sie kurzfristig abgesagt werden. Der Tourenführer Karl Seidl fand aber am zweiten Märzwochenende einen neuen Termin.

Am Freitag, den 8. März, trafen wir uns um 16 Uhr auf der Grießerwiese in Landshut und fuhren zu viert, ab dem Tauerntunnel bei leichtem Schneefall, zur Ferienwohnung nach Matrei in Osttirol. Der Wetterbericht verhieß am Samstag ganz passables Tourenwetter und so nahmen wir uns als Eingehtour den Weißen Knoten (2.865 m) in der südlichen Glocknergruppe vor. Nach der PKW-Auffahrt über Kals zum Lucknerhaus konnten wir auf der Höhe von 1.920 m die Ski anlegen. Bei einer Neuschneeauflage von 10 bis 20 cm waren wir fast alleine auf dieser landschaftlich sehr schönen Skitour mit Ausblick auf die Glockner- und Schobergruppe. Die Spur führte anfangs durch lichten Wald, dann über einen Geländerücken weiter Richtung Glorer Hütte.
Auf einer Höhe von 2.460 Metern stiegen wir über schön kupiertes Gelände direkt auf den steilen Gipfelgrat des Weißen Knoten. Für die letzten 40 Höhenmeter schnallten wir unsere Ski auf den Rucksack und stapften durch felsiges Gelände zum Gipfelkreuz. Oben war es sehr stürmisch.

Nach dem obligatorischen Gipfelfoto rutschten wir einige Meter zu einem windgeschützten Plätzchen ab und warteten auf ein Sonnenfenster für unser Highlight des Tages: die Abfahrt über die oben über 30 Grad steile Südabfahrt bei frischem unverspurtem Pulverschnee war wirklich ein Schmankerl, von dem man noch lange zehren wird.  Zur späten Mittagszeit kehrten wir anschließend im altehrwürdigen Lucknerhaus ein.

Der Sonntag versprach ebenfalls recht gute Tourenbedingungen. Als Ziel wurde die Weißeneckscharte, ein wenig begangener Geheimtipp im östlichen Bereich der Venedigergruppe ausgemacht. Ausgangspunkt war das Matreier Tauernhaus im Eingang des Gschlößltals. Anfangs führte der Weg relativ flach bis Außergschlöß, dann hielten wir uns nordwärts und stiegen über abwechslungsreiche Hänge bis auf 2.350 Meter, etwas oberhalb des kleinen Dichtensees, auf. Mittlerweile hüllte sich der Gipfelbereich in dichte Wolken. Wir warteten ein Sonnenfenster ab, und zauberten bei der finalen Abfahrt wunderschöne Spuren in den fast unberührten Neuschnee.

Das Wochenende in den Osttiroler Bergen war wirklich ein tolles Erlebnis. Karl hat uns durch seine Gastfreundschaft sehr beeindruckt. Durch seinen Führungsstil und seine Ortskenntnis hat er uns für seine zweite Heimat Osttirol begeistert. Vielen Dank.

Teilnehmer: Christine, Toni und Rudi

Leitung: Karl Seidl

Tourenbericht: Toni Hibler