Zum ersten Mal fand die Deutsche Meisterschaft im Bouldern als Einzelveranstaltung statt. Aber nur die besten Boulderer Deutschlands kämpften in Berlin um den Deutschen Meistertitel. Die Teilnehmer mussten sich über Regionalmeisterschaften vorqualifizieren.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“, so hieß es nach der Süddeutschen Meisterschaft für 16 Athletinnen und Athleten aus Bayern, die sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnten. Die Landshuterin Afra Hönig hatte sich mit einem dritten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft einen der begehrten Qualifikationsplätze gesichert.

Der Wettkampf wurde im Rahmen des Deutschen Turnfests 2017 vor vollbesetzten Besucherrängen und bei guter Stimmung ausgetragen. Rund 80.000 Sportler und Besucher waren auf dem Messegelände in Berlin unterwegs. Schon zur Qualifikation am Sonntag strömten zahlreiche Zuschauer zu den Boulderwänden, um die Athleten lautstark anzufeuern.

Die Landshuterin Afra Hönig qualifizierte sich mit 4 gekletterten Bouldern auf Platz 4 fürs Halbfinale am Montag. Neben ihr hatte noch 10 weitere Bayern die Chance auf den Titel des Deutschen Meisters. Im Halbfinale bestätigte dann die Landshuterin ihre Form und konnte sich fürs Finale der besten Sechs qualifizieren. 

 

Im Finale war über den Meistertitel schnell entschieden: Die Müchnerin Monika Retschy nutzte souverän ihre langjährige Wettkampferfahrung und kletterte als einzige alle vier Boulder bis zum Top. Nach 2013 und 2016 holte sich die Münchnerin damit bereits zum dritten Mal den Titel. Über die Vergabe der weitern Stockerlplätze entschieden Nervenstärke und Taktik. Vollkonzentriert konnte die Landshuterin Afra Hönig zwei Boulder jeweils im ersten Versuch lösen und sicherte sich damit die Bronze Medaille hinter Frederike Fell aus Freising. Damit war das rein Bayerische Siegerpodium komplett.