18. – 19. 2021 | Thalhammer Flo

Innominatagrat

Während meines Frankreichurlaubs schrie das Schönwetterfenster danach, mal wieder etwas Anständiges zu machen. Nach einem kurzen Telefonat war klar, Flo schwingt sich vom Rad ins Auto hinein und kommt nach Courmayeur. Der Innominatagrat soll es werden!

Am Tag drauf starteten wir den 2000 hm Zustieg vom Val Veni über das Rif. Monzino zum alten Biv. Eccles, welches den Zenit definitiv überschritten hat. Das Biwak teilten wir uns mit vier expeditionstauglich ausgerüsteten Spaniern, welche zu ihrem Vorhaben schon um zwei Uhr und damit eine Stunde vor uns aufbrachen. Nach einem gewohnt spartanischen Frühstück stiegen Flo und ich ebenfalls in die Route ein. Schon nach kurzer Zeit liefen wir, dank Flos Spürsinn und seiner Auskundschaftung beim Schneeholen am Vortag, auf die Spanier auf. Nach leichterer Gratkletterei zum Aufwärmen und einem kurzen Versteiger, bewältigten wir die Schlüsselstelle in der Morgendämmerung. Die weiteren Höhenmeter bis zum Mont Blanc du Courmayeur boten uns das komplette Spektrum alpinen Geländes. In Vorfreude über den anstehenden Gipfelerfolg sahen wir von einer Rast mehr oder weniger ab und Flo zog unbeirrt und gewohnt zielstrebig in Richtung Mont Blanc. Nach insgesamt mehr als 3000 hm kamen wir am Mont Blanc an und hatten den Gipfel zu unserer Verwunderung fast für uns allein. Da am Gipfel die Tour bekanntlich nicht beendet ist, traten wir nach einer kurzen Gipfelrast den Rückweg vorbei am Vallot-Biwak über die Gonella-Route an. Trotz Aussicht auf kühles Bier und Pasta am Parkplatz, kamen wir am kulinarischen Angebot der Hütte nicht vorbei. Ab der Gonella-Hütte wartete noch ein schier endloser dreistündiger und 12km langer Geröllhatscher auf uns, ehe wir um Punkt 21 Uhr wieder am Parkplatz ankamen. Dort wartete glücklicherweise schon Anne, die uns Bier im Bach kühlgelegt hatte.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Flo für den spontanen Ausflug nach Frankreich und die ausgezeichnete Tour bedanken!

Text: Stephan
Tour: Flo und Stephan