09.04. – 15.4.2022 | JDAV

Osterausfahrt Sportkletterkids vom 9.-15.4.2022

Am 9.04. starteten 19 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren mit 4 Trainern Richtung Sarca- Tal .

Erster Halt war die Kletterhalle in Innsbruck. Nach kurzzeitigen Problemen bezüglich Maskenpflicht, waren schnell für alle FFP2 Masken besorgt, und wir konnten einen trainingsintensiven Tag in der Halle verbringen. Für viele war es der erste Besuch einer so großen und hohen Halle und die Wettkampfwände mit ihren Routen bis 9a haben bei Allen Eindruck hinterlassen, aber auch das Klettern an den Topas war schnell beliebt.

Vor der Weiterreise wurde mit Begeisterung der von unserer Jugendreferentin Berni mitgegebenen Kuchen verschlungen. Kurz nach der Brennerüberfahrt wurden die ersten Fragen´ Wie weit ist es denn noch?´ dann laut. Bei freier Fahrt trotz Ferienbeginn und einigen ´noch 20 Min´. erreichten wir gegen 17.00 Uhr unseren Zielort, Camping Daino in Pietramurata.

Schnell wurden die Mobilehomes belegt und nach Menü-Plan das erste Mal Spaghetti gekocht. Trotz gleicher Verteilung der Zutaten auf die Häuser gab es erstaunliche Varianten beim Endprodukt, egal ob Reis, Kartoffeln oder Couscous auf dem Speiseplan standen.

Gespeist wurde, wie in Folge bei jedem Frühstück und Abendessen, an einer langen Tafel vor unseren Mobilehomes. Erstaunlich, was in den nächsten Tagen dort alles verdrückt wurde. Wenn am ersten Tag noch 6 Brote ausreichend waren steigerten wir uns bis zum letzten Morgen auf 11 Brote. Auch 4 Kilo Nutella sind in 6 Tagen kein Problem. Das gemeinsame Kochen ergab interessante Gespräche über Giftigkeit von Kartoffeln mit Schale und Aubergine etc. Ein weiteres Abenteuer war die Bedienung der Gasherde in den Mobilehomes. Bei kühlen Abenden und noch raschem Dunkelwerden war die angesagte Bettruhe gegen 21.00 Uhr auch wegen der anhaltenden Bewegung an der frischen Luft für niemanden ein Problem.

Am ersten Tag besuchten wir ein kleines und leichtes Gebiet in der Nähe von Cavedine. Allein die Anfahrt mit unserem großen Neunsitzer war ein Abenteuer. Vor Ort übten wir nochmals gemeinsam das Umbauen am Fels und Seil-/ und Klettertechnik. Am Ende des Tages waren wir Trainer uns sicher, dass wir uns demnächst auch am Fels auf die Kids verlassen können.

Die weiteren Ziele in den Tagen waren Nago, dort war aufgrund der vielen Begehungen eine gute Fußtechnik notwendig und auch die Seillängen waren für einige beeindruckend, sowie Coltura, hier herrscht etwas blockiges Gelände vor und manche konnten ihre erste Mehrseillänge klettern. Auch gelang Sebastian seine erste 8a am Fels. Val dÁlgone erklärten die meisten zu ihrem Lieblingsgebiet, hier sind abwechslungsreiche Routen ab 6 a vorherrschend und die Lage am Bach ließ in den Kletterpausen eine nette Ablenkung zu.

Nach zwei Klettertagen verzichteten wir auf die Seile, begingen einen Klettersteig und versuchten uns anschließend an den Bouldern unterhalb des Colodri.

Vor der Heimfahrt am Freitag ging es ein letztes Mal an den Fels in der Schlucht von La Gola. Bei einigen hatten die letzten Tage doch deutliche Spuren hinterlassen und so wurden nur noch wenige Klettermeter gemacht, dafür aber einige Flugmeter. Auch gab es eine Pollenwolke, so dass einige kurzzeitig mit juckenden Augen und Niesen zu kämpfen hatten.

Nach einem letzten Eis in Pietramurata traten wir die Rückreise an, die sich aufgrund eines Motorproblems des Vereinsbusses zwar zeitlich etwas verzögerte, aber so kamen wir problemlos ohne Geschwindigkeitsüberschreitungen heim.

Ich hoffe in diesem kleinen Bericht konnte ich einen kurzen Überblick über die Ausfahrt geben. Mehr aber auch nicht.

Es gab für die meisten einige Superlativen: erster Vorstieg, erstes Umbauen, erster Klettersteig, erste Mehrseillänge, erste 6a, 7a , 8a….aber…was diese Ausfahrten so besonders macht ist etwas Anderes: Es ist das Miteinander, das gegenseitige Unterstützen, Rücksichtnehmen und Verantwortung übernehmen, die Abende in den Mobilehomes, wo die Köpfe zusammengesteckt werden, Freundschaften entstehen und gespielt wird, die Überwindung von Ängsten am Fels, der Spaß am Neuen, die müden Gesichter am Frühstückstisch und die vielfältigen Gespräche….. .

Ich denke, ich spreche für alle Trainer: ´Es hat uns sehr viel Spaß gemacht unser Wissen an diese Kids weiterzugeben und diese Tage mit ihnen zu verbringen!

Vielleicht kann dieser Bericht ja den einen oder die andere zur aktiven Jugendarbeit und gerne auch zur Unterstützung in unserem Trainerteam motivieren.

Kati Krauß

Die Protagonisten:

Jamina Lang und Helena Sieber, ein tolles Team, motiviert und sicher mit den meisten Klettermetern

Finn Hensel, unser Jüngster und deutlich Heuschnupfen geplagt, hatte am letzten Tag sicher die geschwollensten Augen, muss an seiner Tischtennisperformence noch arbeiten

Elisa und Lilli haben am letzten Tag die besten Flugmeter gemacht und waren mit Hannah gemeinsam ein Quell nie endender Gespräche

Leopold: hat sich trotz Fußverletzung nicht von der Teilnahme abschrecken lassen und ist für alle der Helfer für den ersten Haken

Matthias und Tamino: ohne die beiden wäre das Jungshaus in dieser Woche verhungert

Marie und Benjamin:  teilen auf der Rückfahrt ihre letzten Lebensmittel (eine Bockwurst und einen Riegel) mit allen

Sebastian, Vincent, Cosima und Moritz: Alte Hasen und Rückhalt für die Trainer. Überzeugen, dass in den letzten Jahren nicht alles falsch gemacht wurde

Valentin und Yasin: best friends, Sachenverlierer und Sachenfinder, Chaot und Aufräumer, ohne den einen wäre der andere verloren

Jakob Sieber: wurde leider krank und musste von den Eltern abgeholt werden, tapfer und jung, wird hoffentlich noch bei vielen Ausfahrten dabei sein

Philomena: hat im Mädelshaus für Ordnung gesorgt und als junge Jugendleiterin erstmals uns Trainer unterstützt

Trainer: Nici, Martin, Kati, Jan, Julian