13.02.2022 | Weckerle / Weh

Grünsteinumfahrung – Experiment geglückt!

Mutig legten wir unser Schicksal in Bernhards Hände und wagten das Experiment CO² neutral mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Tiroler Zugspitzarena anzureisen. Noch etwas müde starteten wir unsere Tour um 5:20 Uhr am Bahnhof Landshut, die ½-stündige Umstiegszeit in München nutzten wir effektiv, um uns mit Kaffee und Brotzeit einzudecken. Dann ging es weiter nach Lermoos. Obwohl Marion einen weltrekordverdächtigen Sprint hingelegt hat, um den Anschlussbus noch zu erreichen und die kleine Zugverspätung zu kompensieren, war der Bus leider schon weg. Mit dem nächsten Bus eine halbe Stunde später fuhren wir zu den Sesselliften der Marienbergbahn und dann per Lift zum Startpunkt der Tour am Marienbergjoch. Zuerst ging es auf das Hölltörl und dann als kleines Zuckerl auf den Höllkopf, wo wir eine wunderbare Aussicht und die erste Brotzeit genossen. Frisch gestärkt wagten wir die wunderschöne Abfahrt in die Hölle, gefolgt vom zweiten Anstieg zur Grünsteinscharte bei höllisch heißen Temperaturen von gefühlt 25° Grad. Nach einer kurzen Pause an der Scharte querten wir zum Tajatörl, wo wir bei der anschließenden Abfahrt durch das Brendlkar noch kurze Powder-Flecken fanden. Leider mussten wir zum Schluss einen mühsamen Hatscher bergauf auf uns nehmen, bis wir endlich ins Skigebiet kamen und an der Ehrwalder Alm einkehrten. Nachdem wir dort die Kuchenvitrine komplett leer gegessen haben, waren wir nicht länger erwünscht und der Wirt komplementierte uns zur Tür hinaus. Auch in der Hütte im Tal waren wir nicht lange geduldet, sodass wir Glühwein und Bier zügig austrinken mussten, was unsere Stimmung maßgeblich anhob. Die Bus- und Zugfahrt zurück nach Landshut war eine Riesengaudi, der Busfahrer war leicht genervt, weil wir (angeblich?) dauernd die Haltetaste (versehentlich?) betätigten. Die Umstiegspause in München wurde wiederum effizient für einen weiteren Bierkauf genutzt.

Resümee zum Experiment öffentliche Verkehrsmittel:  Die Gaudi, die wir bei der gemeinsamen Anreise und Heimfahrt als Gruppe hatten, überwog die auf uns genommenen Strapazen bzw. den zeitlichen Mehraufwand bei weitem!

Und: Der Tourenbericht wurde gleich direkt in einem Zug geschrieben –> Experiment geglückt!