Bayerns Kletterelite zu Gast im Kletterzentrum Landshut

Hochklassiger Klettersport war am Samstag im Kletterzentrum (KLZ) Landshut zu sehen: Die Sektion Landshut des Deutschen Alpenvereins richtete die Bayerische Meisterschaft im Lead-Klettern der Jugendklassen aus. Für den Alpenverein Landshut war es seit langer Zeit wieder einmal eine Bayerische Meisterschaft auf heimischer Anlage am Kaserneneck.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte das KLZ die Qualifikationsrunde zur Bayerischen Bouldermeisterschaft ausgetragen. Mit der kurzfristig übernommenen Lead-Meisterschaft folgte nun der nächste hochkarätige Wettkampf. Nachdem der ursprünglich geplante Veranstalter abgesagt hatte, organisierte das Hallen-Team um Regina Pirdszun die Meisterschaft innerhalb von nur drei Wochen Vorlaufzeit. 120 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus ganz Bayern gingen in Landshut an den Start.

Etwa 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der Sektion sorgten als Schiedsrichter*innen, Sichernde und in der Gastronomie für einen reibungslosen Ablauf. Entsprechend positiv fiel auch das Feedback der Teilnehmenden und Betreuenden aus. „Alle haben sich bei uns sehr wohlgefühlt. Dass wir eine Meisterschaft dieser Größenordnung in so kurzer Zeit stemmen konnten, zeigt, was mit einem engagierten Ehrenamt möglich ist“, sagte Öffentlichkeitsreferent Daniel Blum.

Besonders stolz zeigt sich die Sektion auf das eigene Routenbauteam Julian Klein und Sebastian Froschauer. Beide haben nicht nur die Wettkampfwände optimal vorbereitet, sondern auch selbst Meisterschaftsrouten geschraubt. „Das unterstreicht die hohe Qualität unseres Routenbaus. Das Kletterzentrum Landshut entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum für Routenbaukompetenz“, ergänzt Blum. Für Besucherinnen und Besucher des KLZ gibt es in den nächsten Wochen einen besonderen Bonus: Die Meisterschaftsrouten bleiben zunächst weiterhin in der Wand und können ab sofort von allen Kletternden ausprobiert werden.

Beim Leadklettern steigen die Athletinnen und Athleten mit Seil an teils stark überhängenden Wänden vor. Gewertet wird, wie viele Griffe beziehungsweise Züge sie in einer Route erreichen, bevor sie stürzen oder im Idealfall die Route vollständig klettern.

Die neuen Bayerischen Meisterinnen und Meister heißen:

U21 weiblich: Mona Kuisle (DAV Allgäu Kempten); U21 männlich: Jann Sinne (DAV Coburg)

U17 weiblich: Nike Jäger (DAV Erlangen); U17 männlich: Jakob Meyer (DAV Augsburg)

U15 weiblich: Aurelia Matros (DAV Bayreuth/Hersbruck); U15 männlich: Tobias Gründler (DAV Bayreuth/Hersbruck)

Foto: Kroha Sports/Markus Kroha