Von Freitag bis Sonntag hieß es für Sonja, Theresa, Michaela, Stefan, Michael, Werner, Irene, Kerstin und Sarah: Raus an den Fels! Unter der bewährten Leitung von Karl Heinz ging es in die Fränkische Schweiz, mit Unterkunft in Gößweinstein.
Das Wetter meinte es fast zu gut mit uns. Bei extremer Hitze und schweißtreibenden Klettersessions – teilweise in der prallen Sonne – kamen alle ordentlich ins Schwitzen. Für die dringend benötigte Abkühlung sorgten nach dem Klettern das Naturbad Gößweinstein und das Felsenbad Pottenstein. Auf den Sprung ins kalte Wasser hatten alle den ganzen Tag hin gefiebert.
Auch abends kam keine Langeweile auf. Nach gutem Essen saßen wir noch lange gemütlich im Biergarten der Pension zusammen, tauschten Erlebnisse aus und lachten viel. Zumindest war das der Plan. Am Freitag machte uns die Bedienung einen Strich durch die Rechnung. Mit den Worten: „So, jetzt gehen wir aber alle mal ins Bett – war ein langer Tag.“ wurden wir charmant, aber bestimmt auf unsere Zimmer geschickt. Irgendwie fühlten wir uns kurz wieder wie im Schullandheim – nur mit Kletterschuhen statt Hausschuhen.
Ausschlafen? Fehlanzeige! Am Sonntagmorgen übernahm um 4.45 Uhr eine Wallfahrtsprozession den Weckdienst. Wer bis dahin noch nicht wach war, hatte spätestens jetzt keine Chance mehr.
Kulinarisch kamen ebenfalls alle auf ihre Kosten. Für die vier Männer war das fränkische Schäufele am Samstagabend trotz knapp 30 °C ein absolutes Muss – schließlich darf man regionale Spezialitäten nicht auslassen und es wurde bei der Vorbesprechung schon davon geschwärmt. Der obligatorische Schlehenschnaps durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Damen entschieden sich lieber für Eiscafé und Kuchen – deutlich sommerlicher und mindestens genauso glücklich machend.
Der eigentliche Star des Wochenendes war aber das Klettern. Karl-Heinz schaffte es einmal mehr mit viel Geduld, Fachwissen und einer gehörigen Portion Motivation, jeden Einzelnen dort abzuholen, wo er gerade stand. Alle konnten ihre Klettertechnik verbessern und Selbstvertrauen am Fels gewinnen. Besonders schön war zu erleben, wie selbst die Frustrierten, die ihre Kletterschuhe innerlich schon fast an den Nagel gehängt hatten, mit seiner Unterstützung den Spaß am Felsklettern (wieder)entdeckten. Und plötzlich schafft man sogar eine 7 im Vorstieg😉 und Umbauen ist plötzlich auch kein Problem mehr.
Ein riesiges Dankeschön geht an Karl-Heinz, der diese Wochenenden mit unglaublich viel Herzblut organisiert und begleitet und dafür einen großen Teil seiner Freizeit investiert. Ohne Menschen wie ihn wären solche Erlebnisse nicht möglich.
Unser Fazit: Wer nach dem Going-Outdoor-Kurs den nächsten Schritt wagen und erste Erfahrungen am Fels sammeln möchte, ist bei diesem Wochenende genau richtig. Neben jeder Menge Klettermeter gibt es beste Stimmung, viel gegenseitige Unterstützung, neue Freundschaften – und ganz nebenbei die Erkenntnis, dass man selbst als Erwachsene manchmal doch noch pünktlich ins Bett geschickt wird.
