17. – 20. Juli 2021 | Butz Sepp

Hochtouren im Wallis

Am 17.07.2021 fuhren Roman, Philipp und ich in das Valpeline – Tal um auf der Aosta-Hütte (2781 m) zu übernachten.

Nach langer Fahrt und langem Hüttenaufstieg nächtigten wir dort. Leider wurde Philipp krank und konnte die Touren nicht weiter machen. Wir stiegen zum Tête de Valpeline (3799 m) über einen versicherten Steig und moderate Gletscherflächen auf um von dort aus unsere großen Ziele Dent d’Hérens und Matterhorn in Augenschein zu nehmen.

Der Dent d’Hérens (4174 m) ist über einen 2-3 er Grat und über eine steile Schneeflanke und noch eine 3er Klettereinlage zu erreichen. Der Zu- und Abstieg über den Gletscher war bei uns auf Grund vorausgegangen Schneefall und verdeckte Spalten noch eine kleine Herausforderung.

Das Matterhorn bzw. der Monte Cervino (4478 m) machten wir über den Italiener- bzw. Liongrat. Der Zustieg zur bewarteten, aber nicht bewirtschafteten Carell-Hütte (3829 m) war nicht ganz einfach, vor allem eine Schnee-,  Eis- und Schotterquerung unter dem Testa del Leone war schön, als diese vorbei war. Mit 21 anderen Bergsteigern übernachteten wir voll Anspannung und um vier Uhr ging es mit Schnee-/Graupelschauer am Liongrat los. Teilweise waren die Sicherungen bis zum Gipfel unter dem Graupelbelag, so dass nur 7 Bergsteiger am Gipfel waren. Roman und ich konnten mit einem Paar aus Tschechien und Spanien den Gipfelsieg genießen.

Tags darauf fuhren wir erst mit der Seilbahn von Zermatt auf das Kleinmatterhorn und von da auf die Ost- und Mittelspitze des Breithorn (4162 m/4156 m) und fuhren dann mit der Seilbahn nach Breuil-Cervinia und besichtigten in Aosta noch das nördlichste Colosseum in den Alpen.

Sepp Butz